Klimt 1918 "Undressed Momento"

::: Review taken from Terrorverlag, Germany, 22/09/2003 :::


No English translation for the review which follows,
as the guy who wrote it told me to have no time to do it.
By the way, he assured me that is a very positive review.


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Dass die Italiener von Klimt 1918 nichts mit einem früheren Saarländischen Ministerpräsidenten zu tun haben, war von vorneherein klar, dennoch bleibt der Bandname reichlich rätselhaft. Ursprünglich hieß man Another Day und fabrizierte unter diesem Banner progressiven Death Metal. 1999 benannte man sich dann um, konnte mit einer Promo CD Aufsehen erregen ("Secession Makes Post-Modern Music") und gereicht nun dem My Kingdom Music - Label zu Ehren. Wenngleich Italien nie der ganz große Lieferant für extreme Metalklänge werden wird, so können sie doch auf dem melancholischen Avantgarde Sektor punkten. Canaan oder Weltschmerz präsentieren sich bereits als hervorragende Aushängeschilder des europäischen Stiefels und Klimt  1918 steht Vorgenannten kaum nach.
Um es noch einmal deutlich zu sagen: 'Avantgarde' ist DER Begriff, welcher das vierköpfige Bandgefüge prägt. Egal ob Cover (wahlweise eine Hundeschnauze oder das Gesicht einer Frau, je nach Perspektive), Homepage (sehr stilvolles schwarz-weiß) oder musikalische Einflüsse, hier will man nichts dem Gewöhnlichen überlassen. Als Annäherungspunkte nennt der Pressetext Acts zwischen alten U2 und neuen Anathema, irgendwo ist das alles richtig, trifft den Kern aber auch nicht 100prozentig. Kollege Marco Soellner (ein Südtiroler?), dessen Bruder Paolo die Felle bearbeitet, ähnelt besonders stark einem Herren namens Roland Orzabal und so verwundert es nicht, wenn einzelne Parts wie eine härtere Variante von Tears For Fears um die Ecke schleichen. Besonders das ausgezeichnete "We don`t need no music" atmet den melancholischen Geist der 80er, während andere Songs auch schon mal in Richtung Katatonia oder eben Canaan schielen. Beim abschließenden "Stalingrad Theme" sorgt eine aggressive Double Bass für etwas mehr Metal Feeling. Produziert wurde mal wieder bei Giuseppe Orlando (Novembre), der mittlerweile zum Tägtgren Italiens avanciert und auch ein paar Backing Vocals beisteuerte.
Wer sich eine Kombination aus 80er Dark Wave, atmosphärischem Metal und der Geisteshaltung einer typischen OEC oder COLD MEAT Band vorstellen kann, liegt hier völlig richtig und für den morgen drohenden Herbstanfang könnte es kaum eine bessere Einleitung geben... In Deutschland erhältlich beim Grau-Mailorder oder bei Perverted Taste!

(Karsten T.)